Wie sollten Akkus richtig gelagert werden? Praktische Tipps zur Vermeidung von Kapazitätsverlust

Akkus begleiten unseren Alltag in Smartphones, Laptops, Werkzeugen und Haushaltsgeräten. Dennoch wird die richtige Lagerung häufig unterschätzt. Falsche Temperaturen, vollständige Entladung oder eine zu lange Nichtbenutzung können die Kapazität dauerhaft schädigen. Dieser Artikel erklärt verständlich, wie Akkus optimal gelagert werden und welche Bedingungen notwendig sind, um ihre Lebensdauer zu erhalten.

Warum die richtige Lagerung von Akkus so wichtig ist

Ein Akku verliert nicht nur durch regelmäßige Nutzung an Kapazität, sondern auch durch ungünstige Lagerbedingungen. Besonders Lithium-Ionen-Akkus reagieren empfindlich auf Hitze, Tiefentladung und hohe Luftfeuchtigkeit. Wer seine Akkus über längere Zeit nicht benutzt, sollte daher einige Grundregeln beachten, um irreversible Schäden zu vermeiden.

Der ideale Ladezustand für die Lagerung

Ein vollständig geladener oder komplett entladener Akku ist für die Lagerung ungeeignet. Der optimale Ladezustand liegt bei etwa 40 bis 60 Prozent. In diesem Bereich bleibt die Zellspannung stabil, was die chemische Alterung deutlich verlangsamt. Viele Hersteller empfehlen, den Akku vor der Einlagerung kurz nachzuladen oder leicht zu entladen, um diesen Bereich zu erreichen.

Warum 40–60 Prozent ideal sind

Bei mittlerem Ladezustand befindet sich der Akku in einem energetisch entspannten Zustand. Die Elektroden werden weniger belastet, und die interne Spannung bleibt auf einem sicheren Niveau. Dadurch sinkt das Risiko einer Tiefentladung während der Lagerzeit erheblich.

Die richtige Temperatur für die Akkulagerung

Temperatur ist einer der entscheidenden Faktoren für die Lebensdauer eines Akkus. Hohe Temperaturen beschleunigen die Alterung, während extreme Kälte die Zellstruktur schädigen kann. Der ideale Lagerort ist kühl, trocken und gut belüftet.

Empfohlene Lagertemperaturen

  • Optimal: 10–20 °C
  • Vermeiden: über 30 °C
  • Nicht geeignet: Frost oder Minusgrade

Ein trockener Kellerraum oder ein Schrank im Wohnbereich eignet sich meist besser als Garage oder Auto, da dort starke Temperaturschwankungen auftreten.

Wie oft sollten gelagerte Akkus kontrolliert werden?

Auch bei optimalen Bedingungen verliert ein Akku langsam an Ladung. Deshalb ist es sinnvoll, den Ladezustand alle zwei bis drei Monate zu überprüfen. Sinkt die Kapazität unter 20 Prozent, sollte der Akku wieder auf etwa 50 Prozent gebracht werden. So bleibt die Zellspannung stabil und der Akku behält seine Leistungsfähigkeit.

Besondere Hinweise für Lithium-Ionen-Akkus

Da Lithium-Ionen-Akkus heute am weitesten verbreitet sind, lohnt sich ein genauer Blick auf ihre Besonderheiten. Sie reagieren empfindlicher auf Tiefentladung als ältere Nickel-Akkus. Deshalb ist es wichtig, sie niemals vollständig leer einzulagern. Auch das Entfernen des Akkus aus Geräten, die im Standby Strom ziehen, ist empfehlenswert.

Wie Akkus sicher aufbewahrt werden sollten

Der Lagerort sollte nicht nur kühl und trocken sein, sondern auch Schutz vor Kurzschlüssen bieten. Akkus dürfen niemals lose mit Metallgegenständen wie Schlüsseln oder Werkzeugen gelagert werden. Eine einfache Kunststoffbox oder die Originalverpackung bietet ausreichend Sicherheit.

Fazit: Mit der richtigen Lagerung die Akkulebensdauer deutlich verlängern

Die korrekte Lagerung von Akkus ist entscheidend, um Kapazitätsverlust und Schäden zu vermeiden. Ein mittlerer Ladezustand, konstante Temperaturen und regelmäßige Kontrolle sorgen dafür, dass Akkus auch nach längerer Nichtbenutzung zuverlässig funktionieren. Wer diese einfachen Grundregeln beachtet, verlängert die Lebensdauer seiner Batterien erheblich und schützt gleichzeitig seine Geräte.

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