Sonys Neuanfang: Vom XZ4 zum Xperia 1
Viele erwarteten damals ein „XZ4“. Doch Sony entschied sich für einen Neustart und benannte die Serie in „Xperia 1“ um. Die Idee dahinter: ein Smartphone für Profis, Kreative und Filmfans. Ein Gerät, das sich bewusst vom Mainstream absetzt.
Design und Display: Das 21:9 CinemaWide-Erlebnis
Das Xperia 1 fällt sofort auf. Das extrem langgestreckte 21:9‑Format ist einzigartig. Sony nennt es „CinemaWide“, weil Filme im Kinoformat ohne schwarze Balken dargestellt werden.
Das Highlight ist das weltweit erste 4K‑OLED‑Display in einem Smartphone. Farben wirken präzise, Kontraste tief und Bewegungen flüssig. Trotz der Länge liegt das Gerät überraschend gut in der Hand. Die schmale Bauweise erleichtert die Einhandbedienung, während das Display gleichzeitig viel Platz für Multitasking bietet.
Kamera: Alpha-Technologie im Smartphone
Die Triple‑Kamera setzt auf Realismus statt künstlicher Effekte. Sony überträgt Technologien aus der Alpha‑Serie direkt ins Handy. Besonders beeindruckend ist der Eye Autofocus, der das Auge einer Person automatisch erkennt und scharf hält.
Für Filmer bietet die Cinema Pro App ein flaches Farbprofil und professionelle Einstellungen. Ideal für Nutzer, die ihre Videos später farblich bearbeiten möchten.
Performance und Hardware
Im Inneren arbeitet der Snapdragon 855. Er liefert genug Leistung für Gaming, Multitasking und anspruchsvolle Apps. Sony ergänzt das Ganze mit Entertainment‑Features wie dem Game Enhancer und dem Dynamic Vibration System, das Filme und Spiele mit haptischem Feedback begleitet.
Ein Kritikpunkt bleibt der Akku. Die Kapazität ist solide, aber das 4K‑Display fordert viel Energie. Bei intensiver Nutzung wird es eng, besonders beim Filmen oder Streamen.
Software und Alltagstauglichkeit
Mit Side Sense versucht Sony, das lange Display einhändig kontrollierbar zu machen. Ein Doppeltipp auf den Rahmen öffnet ein Schnellmenü mit häufig genutzten Apps.
Das 21:9‑Format zeigt seine Stärke beim Multitasking. Zwei Apps nebeneinander funktionieren deutlich angenehmer als auf klassischen Displays.
Was Nutzer wirklich sagen: Erfahrungen aus dem Alltag
Abseits der technischen Daten zeigt sich ein gemischtes Bild. Viele Nutzer loben das Display, die Kamera und die Verarbeitung – doch es gibt auch klare Kritikpunkte.
Das Hosentaschen-Problem
Das lange Format ist ideal für Filme, aber weniger ideal für Jeans. Viele berichten, dass das Gerät oben aus der Tasche ragt oder im Sitzen drückt.
Griffigkeit und Glasrückseite
Die schmale Bauweise liegt gut in der Hand. Gleichzeitig klagen viele über die rutschige Rückseite. Der „Seifenstück‑Effekt“ ist ein häufiges Thema.
Der Fingerabdrucksensor
Der seitliche Sensor polarisiert. Einige Nutzer finden ihn praktisch, andere berichten von Fehlermeldungen, besonders bei feuchten Fingern.
Begeisterung bei Filmfans und Fotografen
Cineasten loben die Farbtreue des Displays. Fotografen schätzen, dass die Bilder nicht künstlich übersättigt wirken. Sony bleibt seinem Anspruch treu: realistische Darstellung statt Marketing‑Effekte.
FAQ: Häufige Fragen zum Xperia 1
Warum ist das Xperia 1 so lang?
Das 21:9‑Format entspricht dem Kinoformat. Filme laufen ohne schwarze Balken, und Split‑Screen‑Multitasking funktioniert deutlich besser.
Hat das Xperia 1 eine Kopfhörerbuchse?
Nein. Der Anschluss erfolgt über USB‑C oder Bluetooth. Viele Nutzer sehen das als Nachteil.
Wie gut ist die Akkulaufzeit bei 4K-Nutzung?
Bei intensiver Nutzung wird es knapp. Das 4K‑Display verbraucht viel Energie, weshalb viele Nutzer nicht über den Tag kommen.
Ist das Xperia 1 wasserdicht?
Ja. Es ist nach IP65/68 zertifiziert und damit gut gegen Wasser und Staub geschützt.
Fazit: Ein Gerät, das polarisiert
Das Xperia 1 ist ein Smartphone mit Charakter. Das Display ist einzigartig, die Kamera professionell und die Verarbeitung hochwertig. Gleichzeitig ist das Format gewöhnungsbedürftig und die Akkulaufzeit nicht für jeden Alltag geeignet.
Für wen lohnt es sich heute noch? Für Sammler, Filmfans und alle, die ein Gerät suchen, das sich bewusst vom Mainstream abhebt.
Schreibe einen Kommentar